POLLER MAIGELOOG

 

Gelage Lärm (Hönig, Wörterbuch der Kölner Mundart, 1905/1952) 

  Laut dem Buch des Lehrer Simons wurde das traditionelle Poller Maispiel bis 1886 aufgeführt. Danach nahm es immer mehr den Charakter eines Jahrmarktes an.   

In den zwanziger Jahren scheint es vom Jünglingsverein bzw., dem Gesellenverein unter dem Vorsitz des Schneiders Hellmich durchgeführt worden zu sein. Hierbei gab es denn Maizug hauptsächlich zur Präsentation der neuen Maikönigin bzw. des Königspaares.  

 Ende der zwanziger Jahre sollen u.a. „Schmidde-Michel“ und Ernst Hackländer das Maifest wiederbelebt haben Besonders aktiv war hier angeblich Josef Burgwinkel, der im Krieg fiel. Mi dabei auch der Vater des heutigen Reihmeisters und Sohn des Poller Originals „Panne-Schäng“, „Panne-Schängsche“, Johann Burgwinkel,.    

Nach dem zweiten Weltkrieg wurde es zuerst vom Turnclub Poll durchgeführt 1947?  Von 1948 existiert ein Photo.    

„ (Nach dem ersten Weltkrieg gelang es nur unvollkommen, den Poller Maispielen zu neuem Leben zu verhelfen.) Nach langen Jahren bemühten sich drei angesehene Poller Bürger im Jahr 1949 mit Hilfe der katholischen Jugend die Maispiele wieder aufleben zu lassen. Es waren dies in erster Linie der Vorsitzende der St. Hubertus-Schützenbruderschaft, Michael Schmitz, dann der Vorsitzende des Kirchenchores Wilhelm Hellmich. Die allzeit begeisterungsfähige Jugend fand sich auch gern zum „Maigeloog“ (Gelage) zusammen und gründete alsbald mit ihrem damaligen „Reihmeister“ (Anführer) Toni Geller den heutigen Maiverein. Der erste Vorsitzende war der Schreinermeister Willi Avisiers, danach übernahm der junge Christian Kürten den Vorsitz“(Ruth Großgarten in KSt.A.5.5.1964)    

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